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Stempel aus Holz gefertigt

Kreativ einen Stempel selber machen

Wir leben in einer Konsumgesellschaft, in welcher Angebot und Nachfrage den Preis aller Produkte bestimmen. So sind es oftmals gerade die teuren Produkte, auf die wir ein Auge geworfen haben. Während der Verbraucher bei Smartphones, Flachbildfernsehern oder anderen Elektrogeräten machtlos ist, kann er sich bei vielen Produkten jedoch behelfen und sie selbst herstellen. Dies gilt meist für nichttechnische Produkte, die keinerlei Fachkenntnisse erfordern. Besonders beliebt ist die Eigenherstellung darüber hinaus bei Kinderspielzeug, da hier nicht nur das Spielen mit dem Gegenstand selbst im Vordergrund steht. Bereits seine Herstellung gehört zum kreativen Prozess. Ein Paradebeispiel hierfür ist der selbstgemachte Stempel.


Stempel selber machen - Anleitung

Materialien sind entscheidend für die Haltbarkeit

Stempel selber machen ist einfach und kostengünstig. Hierbei muss es nicht immer der klassische Kartoffelstempel sein, obwohl dieser durch die einfache Herstellung besticht: Er muss schließlich bloß aus einer Kartoffel geschnitzt werden. Der Nachteil liegt hier in der geringeren Haltbarkeit. Nach einem Spielenachmittag hat er seinen Zweck meist erfüllt und muss entsorgt werden.

Welche haltbaren Alternativen gibt es also?


Im Prinzip kann ein Stempel aus jeder Masse geformt oder geschnitzt werden, die fest genug ist, um einen kräftigen Abdruck zu hinterlassen. So können neben Kartoffeln und Mohrrüben auch Seife und gehärtete Knete als Rohmaterial für Stempel dienen. Jedoch ist nicht nur die Härte allein entscheidend, sondern auch die Belastbarkeit. Ein aus Knete hergestellter Stempel könnte leicht porös werden und brechen, in weichem Zustand hingegen würde jeder Abdruck verschmieren, da der Stempel sich beim Aufdrücken sofort verformen würde. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Wasserfestigkeit. Kartoffeln eignen sich deshalb so gut für Menschen, die Stempel erstellen wollen, da sie sehr wässrig und gleichzeitig hart sind. Sie verformen sich beim Stempelvorgang nicht und können im Prinzip so lange benutzt werden, bis sie der biologischen Zersetzung zum Opfer fallen.
Durch den hohen Wasseranteil kann nicht viel Farbe aufgenommen werden. Das Resultat: Die dünn aufgetragene Farbschicht wird beim Stempelvorgang fast vollständig entfernt. Gleichzeitig nimmt der Stempel keine zusätzlichen Farbpigmente auf, die sich beim nächsten Gebrauch mit neuer Farbe vermischen würden. Hier wird das Problem deutlich: Ein Material, welches Farbe aufnimmt, kann nie ausreichend gereinigt werden. Der Holzstempel muss zunächst trocknen, wenn er mit einer anderen Farbe erneut verwendet werden soll. Stempel selber zu machen ist eine praktische Methode, um Geld zu sparen und gleichzeitig den Spielspaß zu erhöhen. Dennoch sollten bei ihrer Herstellung die grundlegenden Tipps zum Material beachtet werden, da es sonst schnell zu Enttäuschungen kommen kann. Wer diese vermeiden möchte achtet auf harte, wasserabweisende nicht saugfähige Materialien, die dennoch leicht zu bearbeiten sind. Verständlich, dass die meisten Menschen hier wieder bei der Kartoffel enden!